Schutzprojekte in Burundi
Projektpartner: Association Burundaise pour la protection de la Nature (ABN)
In Burundi war der Graue Kronenkranich fast verschwunden. Durch politische Unruhen und fehlende Schutzmaßnahmen kam der Bestand komplett zum Erliegen. Doch seit kurzem gibt es wieder Hoffnung: immer mehr Vögel aus Ruanda, Uganda und Tansania siedeln sich erneut im Land an. 2025 konnten bereits 19 Tiere im Grenzgebiet gezählt werden. Da die Vögel dann verfolgt und bejagt wurden, wurde ein Schutzkonzept erstellt, um insbesondere Kraniche, die aus den Nachbarländern nach Burundi einwandern, zu schützen und so eine Neubesiedlung zu ermöglichen. Aufgrund der positiven Entwicklung der Kronenkranichbestände in Ruanda und der damit verbundenen Ausbreitung nach Burundi wurde 2024 die Finanzierung eines Kranichschutzprojektes von ZGAP und NABU im Rahmen der Länderpartnerschaft zwischen Burundi und Baden-Württemberg aufgenommen.
Damit diese Rückkehr gelingt, unterstützt die Association Burundaise pour la protection de la Nature (ABN) lokale Gemeinden direkt vor Ort. Ziel ist es, Lebensräume zu sichern und Konflikte mit der Bevölkerung zu vermeiden Dazu gehören Aufklärungsarbeit, die Ausbildung von ehrenamtlichen Kranichschützern und praktische Hilfen für alternative Einkommensquellen wie nachhaltige Landwirtschaft oder ökologischen Fischfang. So wird nicht nur der Kronenkranich geschützt, sondern auch die Lebensgrundlagen der Menschen verbessert. Im Rahmen von Landscape Restauration sollen Ruhebereiche und Schlafbäume für Kraniche gesichert bzw. geschaffen werden.
KAMPAGNENZIELE
- Einrichtung eines Projektbüros im Schutzgebiet
- Anschaffung eines Motorrads
- Ausbildung und Ausstattung von Freiwilligen
- Aufbau von Baumschulen für einheimische Baumarten
- Trainings für klimaangepasste Landwirtschaft mit Frauen und Jugendlichen
- Zusammenarbeit mit Fischern für ökologischen Fischfang und Anschaffung neuer Netze
- Infotafeln an Feuchtgebieten
- Umweltbildung an Schulen im Projektgebiet